Steamwolf – eine Aromenmanufaktur aus Deutschland

Ich möchte heute mal keinen Aroma-, Liquid oder Hardwaretest schreiben, sondern etwas zu einem kleinen Aromahersteller mitten im Herzen der Vulkaneifel.

Vor einiger Zeit habe ich ja schon die Liquids von Steamwolf (genauer die Deadly Poison Serie) gedampft und war ziemlich begeistert von diesen Kreationen.

Und begonnen hat alles mit einem einzigen Tank voll Dioxin.

Neben der Idee, Liquids mit den Namen tödlicher Gifte zu versehen (was im Übrigen schon mehr als einmal zu verwunderten Blicken geführt hat wenn ich in der Öffentlichkeit meine Dampfe aufgefüllt habe) hat mich bei diesem Liquid natürlich vor allem der Geschmack begeistert.

Wer wie ich auf gekühlte Liquids steht (Cooler oder Menthol) wird an dem Geschmack eines extrem gekühlten, dreieckigen Zitronenbonbon wahrscheinlich auch großen Gefallen finden.

So kam es, das ich mir gewissermaßen im Blindflug mal alle Liquids von Steamwolf bestellt hatte.

Nachdem diese Liquids nun leider mittlerweile fast leer sind, stand mir der Sinn nach mehr.
Daher hatte ich mir die Freiheit genommen, einfach mal bei Steamwolf anzurufen und mich beraten zu lassen.
Da ich gerne auch mal Liquids und Aromen dampfe, die nicht unbedingt dem Mainstream entsprechen, habe ich mir von dem Gespräch eigentlich nur erhofft, Informationen zu Aromen aus der Produktpalette zu erhalten, die so ungewöhnliche Zutaten wie Salbei oder Eichenlaub enthalten.

Um es schon mal vorweg zu nehmen:
Es wurde dann ein sehr langes und sehr nettes Gespräch, in dem ich auch ganz viele andere Informationen erhalten habe, die ich hier gerne mit Euch teilen möchte.
Solltet auch Ihr einmal Fragen haben scheut Euch übrigens nicht, Wolfram zu kontaktieren. Ein echt netter Kerl, der auch Euch bestimmt mit Rat und Tat bezüglich seiner Produkte zur Seite steht und mit dem ich auch mal ein Bier trinken gehen würde.

Steamwolf aka Wolfram Westermann ist eine kleine Aromen- und Liquidmanufaktur, die Ende 2016 gegründet hat und dort von der Entwicklung bis zum fertigen Produkt alle Arbeitsschritte selbst durchführt.

Er begann schon kurz nach dem Einstieg ins Dampfen seine Aromen selbst anzumischen.
Dabei war der Wunsch, eigene Aromen zu kreieren darin begründet, etwas zu erschaffen, dass sich von den meist süßen Mainstreamaromen abhebt und zunächst einmal ihm selbst schmecken sollte.
Wegen der positiven Resonanz aus seinem Bekanntenkreis auf seine Kreationen begann er dann, seine Aromen unter dem Label Steamwolf zunächst in einer kleinen Auflage zu vertreiben.

Beim Erstellen seiner Kreationen kommt Ihm zugute, dass er leidenschaflich gerne kocht und ein „Rezept“ für ein Aroma zu einem guten Teil schon im Kopf zusammenstellen kann.
Einen Hinweis auf seine Leidenschaft findet sich übrigens auch in machen seiner Aromen wieder, in denen Kräuter wie Thymian oder Salbei eine Rolle spielen und diesen Aromen eine ganz neue Komplexität verleihen.
Bis zu einem fertigen Aroma sind es dann allerdings noch zum Teil hunderte von Mischversuchen bis zum fertigen Produkt.
Dabei trägt jedes Aroma immer seine individuelle Handschrift.

Auch bei den Verpackungen hat sich Wolfram Gedanken gemacht. Statt der üblichen Plastikflaschen gibt es seine Aromen in Glasflaschen, die, wenn sie leer sind, einfach mit in den Altglascontainer gegeben werden können. Das auf den Flaschen genutzte Papieretikett behindert ein normales Recycling der Aromenflaschen dabei nicht.
Bei den Liquids kann das natürlich leider nicht gemacht werden, das das Handling dieser wesentlich größeren Flaschen darunter stark leiden würde.

Seit Ende April ist von Steamwolf auch eine neue Produktlinie erhältlich, die „Deadly Poison Liquids“, über die ich überhaupt erst auf Steamwolf aufmerksam wurde.
Auch diese wurden von Wolfram zunächst einmal so entworfen, dass sie seinem eigenen Geschmack zur Genüge reichten.
Wer – wie ich – diese Liquids mag wird sich vielleicht freuen zu lesen, dass Steamwolf zum Herbst/Winter die Deadly Poisons um „der Jahreszeit angepasste Geschmäcker“ erweitern möchte.
Darauf bin ich auf jeden Fall schon mal sehr gespannt.

Was mir an Steamwolf neben den eigentlichen Produkten übrigens auch sehr gefällt: das offene Ohr für Anregungen und Kritik. So haben sich einige Kunden (darunter auch ich) wegen der Twist-Cap Verschlüsse seiner Liquids gemeldet. Diese Verschlüsse sind zwar für Dripper ganz in Ordnung, wer allerdings einmal einen Tank damit befüllen wird hat oft Probleme weil die Twist-Caps eine zu breite Spitze haben. Kurz darauf bot Steamwolf an, zu den Liquids auch eine Cap mit dünnerer Spitze dazubestellen zu können.
In Zukunft wird man sich sogar die gewünschte Cap bei der Bestellung aussuchen können.

Auch bei den Aromen hat Steamwolf Anregungen und Wünsche seiner Kunden zu Herzen genommen: einige der Aromen sind seit kurzer Zeit für die „Leckermäuler“ auch in einer süßeren und für die „ganz Coolen“ in einer noch kälteren Variante verfügbar.
Den originalen Wolfram Westermann Geschmack bekommt man natürlich immer noch unverändert als Classic-Variante.

Ich für meine Teil freue mich jetzt jedenfalls auf die Aromen, die mir Wolfram im Gespräch empfohlen hat. Auch auf die Tabaksorten, die mir empfohlen wurden – obwohl ich mit Tabakaromen bisher eher suboptimale Erfahrungen gemacht habe.
Zu gegebener Zeit werde ich dann natürlich auch dazu meine Erfahrungen teilen.
Neugierig bin ich nach meinem Gespräch mit Steamwolf auf jeden Fall.

Stay tuned
Stefan

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