Vsticking VK530 200W Box Mod

VK530 FrontSo, zum Jahresende 2018 hin dann hier wahrscheinlich mein letztes Hardware-Review für dieses Jahr.
Holt Euch ’nen Kaffee oder Bier, das dauert länger hier…
…textscheue Menschen können übrigens ab -> hier <- schon weiterscrollen.

Nachdem ich von einem Kollegen schon einmal für 14 Tage eine SX Mini G Class testen durfte (mit YiHi SX550J Chip) hat mich nun schon interessiert, was die Low-Budget Version von #Vsticking (ein Zweigunternehmen der YiHi Manufaktur) mit dem Namen #VK530 zu bieten hat. In dieser werkelt ein #YiHi SX530 Chip.
Ich werde in diesem Review allerdings keine Quervergleiche zur SX anstellen und mich auch nicht über die Vor- und Nachteile der einzelnen YiHi Chips auslassen.
Das können einige Profis mit Sicherheit besser als ich beurteilen.
Mich interessiert eher, ob die Box dem Hype einiger Youtuber gerecht wird.

Hier noch schnell einige Eckdaten der Box:

  • Maße: 92,5 mm x 48,3 mm x 34,6 mm
  • Display: TFT IPS HD Display
  • gefederter 510er AnschlussVK530 510er
  • wird mit 2 x 18650er Akkus betrieben
  • Ausgangsleistung: 5W-200W
  • Ausgangsspannung: 1.0V-8.0V
  • Betriebsmodi:VW, TC (Joule), TCR
  • Firmware updatefähig
  • Laden über (Micro)USB möglich
  • Temp control mit  Anti-dry burning Technik
  • Temp. control für SS316L/ Ni200/ Ti 01/ SX Pure/ Manual TCR
  • Taste-Modes: Powerful, Powerful+, Soft, Standard und SXi-Q-S1
  • Displayhintergründe austauschbar
  • Die üblichen Sicherheitsfeatures (Kurzschluss, Overheat, Verpolung usw.)

Verpackung:
Die VK530 kommt in einem branchenüblichen Pappkarton, in dem sich neben dem Mod noch ein Manual, eine Garantiekarte, ein USB-Kabel und zwei Schutzfolien für die Unterseite des Mods befinden.
Als Farbvariante ist es die Mesh Black geworden. Mal sehen, ob das Gerät dem Schriftzug auf dem Karteon „Fair Price, Luxury Product“ gerecht wird.

Haptik/Verarbeitung:
Auf den ersten Blick ist die Verarbeitung solide. Ein klein wenig stört mich aber das Spaltmaß am oberen Ende, zwischen der gummierten? Beschichtung und dem oberen Metalldeckel der Box. Ggf. sind das aber auch Fertigungsspielräume.
VK530 AkkudeckelNach dem Einlegen der 2 x 18650er Akkus stelle ich fest, dass der Akkudeckel sehr gut und funktional gearbeitet ist, der Schnappverschluss wird von alleine wahrscheinlich nie aufgehen.
Er schließt auch so gut, dass trotz berserkerartigem Schütteln nichts von den Akkus zu hören ist. Und auch sonst klappert an dieser Box rein gar nichts.
VK530 BackDie Ummantelung der Box ist in meinem Fall die Farbe Mesh Black, bei hellem Licht ist es aber irgendwie eher ein sehr dunkles Grau, das einen leicht grünlichen Schimmer hat.
Leider ist das auf den Bildern nicht ganz so gut zu erkennen.
Aber Schwarz ist das für mich nicht wirklich.
Um welches Material es sich bei der Gummierung übrigens handelt, kann ich leider nicht beurteilen. Es hat nicht den Grip einer Gummierung wie ich sie sonst kenne, fühlt sich aber sehr angenehm an. Das Material bietet aber trotzdem genug Grip, das einem der AT nicht direkt aus der Hand rutscht und er sicher in der Hand liegt.
Die Box liegt mit ihren 237g (incl. Akkus) recht schwer in der Hand. Trotzdem lässt sie sich gut halten.
Die Bedienung erfolgt mittels eines Feuertasters mit gutem Druckpunkt und eines Joysticks. Letzterer ist mir bei der Bedienung aber ein klein wenig zu schwammig. Neben den vier Richtungen hat der Joystick auch noch eine Tastenfunktion.
VK530 Front2Das Display verbirgt sich hinter einer runden Aussparung im Rahmen der Box und ist leicht versenkt, dadurch auch recht gut vor Beschädigungen geschützt.
Die Auflösung und Farbwiedergabe des Displays kann ich nur als brilliant bezeichnen.
An der Front befindet sich im unteren Bereich noch ein Micro-USB Anschluss, über den die Akkus geladen werden können oder ein Firmwareupdate durchgeführt werden kann. Über den maximalen Ladestron konnte ich aber bisher nichts in Erfahrung bringen. Ist aber auch egal, da meine Akkus extern geladen werden.
Die mitgelieferten Schutzfolien sollen wohl unter dem AT angebracht werden, um ein Verkratzen der Unterseite beim Abstellen zu verhindern. Da sich mit angebrachter Folie aber der Akkufachdeckel nicht mehr vernünftig öffnen ließ hab ich auf deren Einsatz dann verzichtet.

Nutzung:
Eingeschaltet wird die Box über den bekannten 5-Klick. Der Startvorgang der Box dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis man das erste mal Feuern kann vergehen aber tatsächlich nur rund 8 Sekunden.
Mit einem 3-Klick kann die Box gesperrt werden und es erscheint eine Uhr im 12-Stunden Format, in der auch das aktuelle Datum angezeigt wird. Feuern ist im Sperrmodus allerdings nicht möglich. Entsperrt wird die Box dann mit einem erneuten 3-Klick.
Um die Box auszuschalten, muss ebenfalls wieder ein 5-Klick gemacht werden – also – unter anderem. Tatsächlich wechselt eine entsperrte Box aber bei einem 5-Klick zuerst in das Bedienmenü. Hier muss dann das Ausschalten erst noch mit dem Joystick ausgewählt und bestätigt werden – für mich ein neues, ungewohntes und irgendwie nerviges Prozedere. Ich muss zum Ausschalten der Box nämlich jetzt auf das Display gucken, den richtigen Punkt auswählen und bestätigen. Bisher habe ich meine Mods gerne „blind“ ausschalten können.
Aber für „mal-eben-in-die-Jacke-stecken“ tut es ja auch das Sperren.

Wie schon beschrieben zeigt das Display die Inhalte mit klaren und brillianten Farben – ist aber leider sehr klein. Trotz Brille kann ich manche Werte je nach gewähltem Hintergrund kaum erkennen, da die Schrift (z.B. für den ausgewählten Taste-Modus) bei allen Hintergründen außer dem ersten mikroskopisch klein ist. Wenigstens erkennt man die Modi Powerful und Powerful+ daran, das die Schrift rot wird.

Das Einstellen des AT erfolgt fast ausschließlich über den Joystick. auch hier muss ich mich erst einmal umgewöhnen: nach Links werden die Memoryeinstellungen ausgewählt, nach Rechts die Tastemodi. Drücke ich dann den Joystik“knopf“ kann ich Werte mit hoch und runter einstellen, die dann wiederum mit dem Joysickknopf bestätigt werden. Für einen an maximal drei Tasten gewöhnten Altdampfer machmal schon eine Herausforderung. Da gefällt mir ehrlich gesagt sogar die Bedienung per Touchscreen wie bei den Minikins noch besser.
Glücklicherweise stellt der AT mir 5 Speicherplätze zur Verfügung die ich individuell konfigurieren und später auch sehr einfach auswählen kann. Eher suboptimal: die Speicherplätze merken sich lediglich die eingestellte Leistung, der Tastemodus bleibt in allen Speicherplätzen gleich und kann nicht individuell mit abgespeichert werden. Unterschiedliche Temperaturen können leider ebenfalls nicht abgespeichert werden.
Da bin ich wohl von der ArcticFox Software, die ich auf anderen Akkuträgern genutzt habe, zu sehr verwöhnt worden.

Zuerst habe ich die Box im Watt-Modus betrieben. Hier stehen mir insgesamt vier Geschmacksmodi zur Verfügung: Soft, Standard, Powerful, Powerful+, und SXi-Q-S1. Leider findet sich im Manual (das im übrigen mehr Fragen aufwirft als beantwortet) kein Hinweis darauf, was die einzelnen Modi genau machen. Aus Erfahrung und dem Testen der Modi ergibt sich aber, das es sich hier – wie bei anderen Herstellern auch – um eine Einsellung handelt, welche die eingestellte Leistung mit unterschiedlichen Kurven auf die Coil gibt, wobei Soft die Leistung bis zum eingestellten Wert hochregelt, Normal die Leistung direkt auf die Coil gibt und die Powermodi zuerst mit einer höheren Leistung auf die Coils feuern und dann auf den Sollwert runterregeln. Der SXi-Q-S1 ermöglicht es, eine individuelle Leistungskurve in 0,5 Sekundenschritten für maximal 10 Sekunden zu konfigurieren. Eigentlich super. Die Einstellung direkt an der Box mittels Joystick ist mir allerdings zu fummelig.
Außerdem kann mit dem Joystick auch noch ein Bypass-Modus ausgewählt werden (5 Sekunden „runter“), allerdings habe ich den Eindruck, das hier maximal 4,2 Volt auf die Coil gebracht werden – was meine Coils buchstäblich kalt gelassen hat.
Geschaltet sind die Akkus im AT nämlich in Reihe.

Was ich noch feststelle: die VK530 feuert nahezu verzögerungsfrei, besonders deutlich wird das in den Powermodi, wo ich mit dem Drücken des Feuertasters quasi sofort Dampf im Mund habe. Im Watt-Modus arbeitet die Box einwandfrei und solide.
Was ich hingegen bis heute nicht gefunden habe ist ein Puff-Counter.

Den TC-Modus, für den der Yihi Chipsatz eigentlich prädestiniert ist, habe ich ebenfalls getestet. Allerdings nicht ganz so lange wie den VW Modus. Was ich sagen kann ist, dass ich im TC modus mit meiner SS316L Wicklung tatsächlich keinen Dryhit bekommen habe, demnach die Regelung zu funktionieren scheint.
Andere Drähte habe ich leider nicht zur Verfügung und somit auch nicht getestet.

PC Software:
Auf der Herstellerseite kann eine Software (YiHi Ecigar SXi) heruntergeladen werden, mit der die Box konfiguriert werden kann und über die Firmwareupdates gemacht werden.
Leider war es mir an einem Windows 7 Rechner erst nicht möglich, den Treiber für die Box ordentlich zu installieren. Trotz erfogreicher Treiberinstallation wurde die Box von der Software nicht erkannt. Irgendwann – wahrscheinlich weil der Mond grade im Sternbild YiHi stand – wurde die Box dann doch erkannt.
Auf einem Windows 10 Rechner hatte ich hingegen keine Probleme mit der Box – aber ein unschönes „Aha“Erlebnis mit der Software.
Es handelt sich hier wohl um die YiHi Standartsoftware, in deren Fenstertitel der SX530 allerdings nicht auftaucht. Das erklärt vielleicht auch eins der größten Ärgernisse mit dieser Software. Eigentlich kann die Software in Zusammenspiel mit dem SX530 nur drei Dinge: Versionsinfo anzeigen, FW Updates durchführen und Hintergrundbilder tauschen.
Die interessanten Dinge, wie die Konfiguration des SXi-Q-S1 Modus oder der Speicherplätze, werden von der Software bei Einsatz des SX530 NICHT unterstützt.
Laut Aussage des Herstellers sind diese Optionen angeblich anderen YiHi-Chips vorbehalten.
Somit bleibt für die Konfiguration des SXi-Q-S1 Mode nur der mühsame Weg über die Box direkt, logischerweise können dann auch nicht unterschiedliche Profile erstellt und mal eben auf dem PC zwischengespeichert werden.

VK530 mit MoradinFazit:
Ich bin hin- und hergerissen, was ich nun von dieser Box halten soll. „Fair Price, Luxury Product“ hieß es auf dem Karton.
Nun ja, als fair kann man den Preis bezeichnen, wenn man sie direkt im Herstellungsland kauft. Ob man dann die wahrscheinlich rund 90 Euro zahlen möchte wenn sie hier verfügbar ist kann ich nicht beurteilen.
Unter einem „Luxury Product“ stelle ich mir aber auch ein Gerät vor, bei dem wirklich alles stimmt – auch die Kleinigkeiten. Und das tut es hier in meinen Augen eben nicht.

Was mir an der VK530 gefällt:

  • ansprechende Form mit vielen Designs zur Auswahl
  • Verdampfer bis zu ca. 35mm können verbaut werden
  • schöne Farbwiedergabe des Displays
  • Solide verbaut, kein Klappern, hervorragender Akkudeckel
  • massenhaft Einstellmöglichkeiten
  • angenehmes Gefühl in der Hand
  • feuert blitzschnell

Was mir an der VK530 nicht gefällt:

  • Spaltmaß des Ummantelung
  • Schrift auf dem Display für mich viel zu klein
  • nervige Bedienung mittels Joystick, der machmal zu schwammig reagiert
  • Ausschaltprozedere der Box
  • Speicherplätze nur eingeschränkt zu nutzen (lediglich Leistung wird gespeichert)
  • mangelhafte Konfigurationsmöglichkeiten mittels der YiHi Ecigar SXi-Software am PC
  • sinnfreies Zubehör in Form von Schutzfolien

Unterm Strich muss ja eh jeder für sich entscheiden, welchen Akkuträger man sich kauft. Ich persönlich habe Boxen, die ich der VK530 vorziehe und die zum Teil noch günstiger waren aber ebenfalls mit einer guten Verarbeitung und einem schönen Design aufwarten können.
Da ich in der Regel keinen besonderen Wert auf temperaturgesteuertes Dampfen lege, benötige ich eigentlich auch keine Box, deren Chip eben diese Aufgabe besonders gut erfüllen können soll.
Wenn ich das Handling mit der in meinen Augen unnötig erschwerten Joysticksteuerung mal außer acht lasse, bleibt von der VK530 eigentlich nur eine solide gebaute Box, die Ihren Dienst zuverlässig verrichtet, gut aussieht und angenehm in der Hand liegt. Und von der ich dann stolz sagen kann: powered by YiHi.
Bis auf den lezten Punkt machen meine anderen Boxen das aber alles ebenso.

Für Leute die sich für temperaturgesteuertes Dampfen interessieren aber bestimmt eine gute Box mit einem Chip eines bekannten Herstellers, der seine Arbeit in diesem Bereich scheinbar auch gut macht und die im Vergleich zu den Modellen wie z.B. der SX Mini G Class um ein vielfaches günstger ist. Man bekommt auf jeden Fall ein solides Gerät, das vielleicht durch komende Updates noch weiter – grade in Richtung Bedinung – verbessert wird.

Ich hoffe Ihr hattet Spaß am Review.
Bis zum nächsten dann
Stefan

*Bitte nicht vergessen: Geschmack ist individuell.
Ich bringe in diesem Review MEINE persönliche Meinung zum Ausdruck, die sich nicht zwingend mit dem Rest der Menschheit (incl. des Herstellers) decken muss.
Die Reviews erstelle ich, weil ich Freude daran habe, die unglaubliche Vielfalt des Dampfens entdecken und meine persönlichen Erfahrungen zu teilen.
Eine monetäre Zuwendung für meine Reviews erhalte ich nicht. 

Bitte denkt dran, Dampfen erst ab 18.

Die angezeigten Texte sind für Personen bestimmt, welche dass 18. Lebensjahr bereits vollendet haben. Die geäußerte Meinung über das Produkt ist meine persönliche Einschätzung und steht nicht mit dem Hersteller in Verbindung.
Die vorgestellten Produkte enthalten kein Nikotin. Dampfen sowie rauchen erst ab 18 Jahren (JuSchG §10 Rauchen in der Öffentlichkeit, Tabakwaren).

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